Berlin, 18.08.2010, 11.40Uhr
Regen, Flug hat 50Minuten Verspätung, Aufregung? Fehlanzeige. 8kg zuviel im Koffer, nerv!! Kann doch mal passieren..sollen die doch mal 4 1/2 Wochen nach Nordamerika fliegen!!
Endlich Abflug, der Kapitän hat eine überaus erotische Stimme. Wir fühlen uns sofort wohl. Der 8 Stunden Flug war demnach außerordentlich erträglich mit reichlich gutem Essen. Danke Delta dafür (DDD-Alliteration)! Einziger Kritikpunkt: 2 von 4 Filmen gehören in die Tonne.
New York, 18.08.2010, 14Uhr nochwas Ortszeit
Bewölkt und tropisch warm, Flughafen schlecht klimatisiert. Nach gefühlten tausend Sicherheitskontrollen waren wir froh, den Faces of the Nation (Flughafenangestellte) endlich zu entkommen. Die haben vielleicht alle eine Fresse gezogen.
5 Stunden warten auf einem ziemlich ernüchterndem Flughafengelände. Müdigkeit macht sich breit. Um uns rum essen alle Pommes und schlürfen Slushies, wir sind noch satt von unserem Hühnchen mit gelben Reis, Salat, Crackern mit Käse, Brötchen, Keksen und Pizza.
Abflug nach Montréal um 19.05Uhr in einem Mini-winzigkleinen Flugzeug, süß!! Und der Steward erst! Voll die Sahneschnitte! Bestimmt Kanadier!
Montréal, immer noch der 18.08.2010, ca. 20.30Uhr
Schon wieder schlecht gelaunte Flughafenangestellte am Schalter der Einreisekontrolle, was die immer alles wissen wollen in ihrem Franglisch. Danach erstmal Gepäckausgabe suchen. Lilles Koffer: check, allet da. Elenas: ??? 20Minuten warten und hoffen...hat nichts gebracht. 5 weitere Leute warten auch noch auf ihre Koffer, fast alles Deutsche und fast alle vergeblich. Kein Danke dafür, Delta!!
Papierkram ausfüllen, Survivalpack einsacken mit super ekligem Deo-Klebestift und hoffen, dass der Koffer morgen aus Washington (wtf??!) ins Hotel geliefert wird - Welcome to Canada!
Voll geplättet und entnervt nur noch zum Hotel, schnellster Weg: Taxi. Nationalität des Taxifahrers: Merkwürdig. Fahrstil: grottenschlecht. Musikgeschmack: noch schlechter als grottenschlecht. Aber 38CAD abgezogen + 7CAD Trinkgeld. Schweinehund!
Im Hôtel Nouveau Forum sofort ins Bett gefallen. Kleines Zimmer, Doppelbett, Bad. Allet sauber, allet schick.
Erste Eindrücke von Montréal:
Die ersten zwei Tage Sonnenschein, sehr schöne Stadt, sehr einfaches Metronetz...für Elena. Lille hat die Orientierung komplett verloren, wie immer eigentlich. Sehr netter Service im Touristikcenter, gleich mal vier Nächte im College klargemacht. Billig, sauber, schön. Aber der Weg dahin...in Canada gibt es scheinbar auf den Bahnhöfen keine Fahrstühle. Lustig, wenn man insgesamt ca. 60kg mit sich rumschleppt. Die Rezeptionistin in unserem ersten Hotel hatte wirklich recht: Vacation is art. Bitte was?! Vacation is art! Bei Elena hat es früher pling gemacht...Lille hat erst viel später gecheckt, was die Dame eigentlich meinte. Vacation is hard! Diese Franzosen immer!
Den netten Monsieur im College haben wir auch kaum verstanden, immer schön nicken und 'aah, yeah, oui oui, bon, merci beaucoup!'
Apropos, Vacation is art...die Lebensmittel hier kosten scheiße viel Geld, unter einem $ kriegt man ja nichtmal Wasser. Wasser!! Das Leitungswasser schmeckt schlimmer als in Calella...Canada kann ja nicht nur gute Seiten haben.
21.08., wir voll im Sightseeing bei Ekelregen, der übrigens jetzt, zwei Tage später, immer noch andauert (kotzwürg), lauter Leute in Green Day T-Shirts. Lille voll begeisrtert, sieht aber selbst aus wie der letzte Hippie. Dann DIE Überraschung: Green Day gibt Open Air Konzert am Hafen von Montréal. Aber in Hippieklamotten DARF man einfach nicht Green Day hören, also schnell zurück zum Hostel, Green Day Jacke überschmeißen und wieder los. Es war Elenas Idee, aber sie war leicht genervt vom aufgekratzten Green Day Fan Lüllüth. Zurück am Hafen auf ein Mäuerchen geklettert und über die Absperrung geschielt, garkeine schlechte Sicht und super Sound, aber was soll man auch anderes von Green Day erwarten, höhö. Lüllüth auf Wolke 7. Nach zwei Stunden ist Elena fast erfroren, aber sie musste zugeben, dass das Konzert wirklich ERSTE SAHNE war. Billie Joe mag Montréal, hat so ne blöde Ische geküsst und seine Gitarre verschenkt und tausend Zugaben gegeben, dat lecker Kerlsche. Let's go fucking crazy!
Übermorgen gehts mit dem Bus nach Ottawa, endlich wieder Englisch, french sucks a bit!
Es ist jetzt 4.04Uhr in Deutschland, wir haben bestimmt die Hälfte vergessen aufzuschreiben, mehr gibts dann in den nächsten Tagen...jetzt gibts uns nur noch eins zu sagen: Friendship!
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